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1957 - Auf Initiative von Franz Tenz, wurde mit dieser Originaleinladung die Gründung des Duderstädter Spielmannszuges eingeleitet.
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Der Einladung folgten 16 Interessierte. Sie alle hatten sich zum Ziel gesetzt, in Ihrer Heimatstadt einen Spielmannszug wieder aufleben zu lassen. Namen wie Karl Kayser, Franz Pohl, Paul Leinemann, Harry Bredow u.a. aus dieser Zeit sind noch heute unvergessen.
Karl Kayser übernahm als Vorsitzender die Führung des Vereins. Durch tatkräftige Mithilfe spielmannsmusikbegeisterter Freunde, aber vor allem mit Unterstützung des Rates der Stadt Duderstadt sowie ortsansässiger Geschäftsleute war es in kurzer Zeit möglich, die ersten Instrumente zu kaufen. Die Übungsstunden konnten beginnen. Unter der Stabführung von Karl Kayser übernahmen Paul Leinemann bei den Flötisten und Hans-Georg Schenk bei den Trommlern die Ausbildung.
Am 01. Mai 1958 war der Duderstädter Spielmannszug einsatzbereit. Zuvor durch die örtliche Presse angekündigt, war morgendliches Wecken durch die Straßen der Heimatstadt Ort des ersten öffentlichen Auftritts. In ihrer einheitlichen Bekleidung und mit ihrer schmissigen Musik hinterließen die Spielleute einen tollen Eindruck bei ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
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In der Folgezeit gesellten sich zu dem inzwischen auf über 30 Spielleute angewachsenen Zug weitere junge Männer. So kam es am 15. April 1960 zur Gründung eines Fanfarenzuges mit etwa 20 Bläsern und Trommlern. Höhepunkt im weiteren Aufbau des Duderstädter Spielmannszuges war dann die Gründung der beiden Jugendspielmannszüge und zwar des Knabenzuges am 02. September 1959 und des Mädchenzuges am 20. August 1962. Mit fast 100 aktiven Spielleuten hatte der Duderstädter Spielmannszug im Jahre 1962 eine Stärke erreicht, die im südniedersächsischen Raum gewaltiges Aufsehen erregte. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Mädchenspielmannszug der erste seiner Art in Niedersachsen war.
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Die freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Spielmanns- und Fanfarenzügen sollten für die Duderstädter bald Früchte tragen. Vom 03. bis 05. Mai 1963 weilte der Zug in Berlin. Als Ergebnis der Sendung „Wünsch Dir was“ des NDR im Duderstädter Schützenhaus entstanden über Jahre andauernde freundschaftliche Beziehungen zum „Verein ehemaliger Bürgerschüler“ der an der Elbe gelegenen Gemeinde Glückstadt.
Im Jahr 1963 legte Karl Kayser aus gesundheitlichen Gründen das Amt des 1. Vorsitzenden nieder; er wurde zum Ehrenvorsitzenden berufen. Karl Kayser, der wie viele Spielleute der „Ersten Stunde“ nicht mehr unter uns weilt, ist unvergessen und nach wie vor Leitbild allen kameradschaftlichen Denkens und Handelns der Mitglieder des Duderstädter Spielmannszuges.
Den Vereinsvorsitz übernahm 1963 Adolf Grolig. Dem Einsatz von ihm und Paul Leinemann war es zu verdanken, dass die Niedersachsenmeisterschaft, das 12. Landestreffen für 1965 nach Duderstadt vergeben wurde. An dieser Meisterschaft nahmen beachtliche 73 Züge aus ganz Niedersachsen teil.
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Der Mädchenspielmannszug war wegen vieler Abgänge und fehlender Neuzugänge allein nicht mehr aufrechtzuerhalten. Die Folge war der Zusammenschluss des Mädchen- und Knabenzuges im Jahr 1966 ein gemischter Jugendzug, der seinerzeit etwa 20 Aktive zählte, wurde gebildet.
Im Frühjahr 1970 übernahm Karl Welle jun. die Leitung des Duderstädter Spielmannszuges. Bedeutend wurde, dies erwies sich allerdings erst einige Jahre später, der Entschluss, künftig nur noch mit einem Zug aufzutreten. Diese Konzentrierung ermöglichte es, dass der Duderstädter Spielmannszug bereits zum Schützenfest 1970 erstarkt und eindrucksvoll auftreten konnte.
1971 wurde der Zug zunächst auf Metallflöten umgestellt; die Pastalitflöten ersetzt. Im folgenden Jahr waren dann die Trommeln sowie neue Uniformen für die Jugendlichen an der Reihe. Der überwiegende Teil der enormen Anschaffungskosten wurde selbst finanziert. Mithilfe leistete dankenswerterweise der Rat der Stadt Duderstadt. Der Duderstädter Spielmannszug war 1973 mit für diese Zeit modernsten Instrumenten neu ausgestattet. Nun galt es, das spielerische Leistungsvermögen zu verbessern.
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Am 25.10.1974 erklärten die Mitglieder des Fanfarenzuges dann ihren Austritt aus dem Duderstädter Spielmannszug mit der Absicht, einen eigenständigen Verein zu gründen.
Die Dachorganisationen im Spielmannszugwesen boten hier die Chance der Weiterbildung. Die Verantwortlichen des Spielmannszuges haben dies genutzt und entsendeten über viele Jahre junge Spielleute zu Notenlehrgängen des Bezirk Harz und der Spielmannszugvereinigung Niedersachsen. Die hierdurch erfolgte Leistungssteigerung lies sich durch immer bessere Platzierungen bei den Bezirksmeisterschaften belegen.
Um die spielerische Leistungssteigerung hat sich besonders Heinz-Dieter Grolig verdient gemacht, der für den musikalischen Bereich seit 1972 alleine verantwortlich war.
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1977 konnte der Duderstädter Spielmannszug seinen 20. Geburtstag feiern. 48 Jugendliche und Erwachsene waren seinerzeit im Zug aktiv. Siebzehn Neulinge befanden sich in der Ausbildung und 31 „Passive“ unterstützten den Verein finanziell. Die Festveranstaltung wurde intern begangen; dies unter Mithilfe der Spielmanns- und Fanfarenzüge des Eichefeldes, die mit einem großen Platzkonzert am Obermarkt die Bürgerinnen und Bürger Duderstadts erfreuten. Am Abend bildete ein Festakt im Schützenhaus den Höhepunkt.
Am 04.09.1977 konnte der Jubiläumszug in Springe in der Klasse 2:2 b den 1. Platz und somit den Titel „Niedersachsenmeister“ erringen; dies erstmals in der Vereinsgeschichte des Stammzuges. Dieser Erfolg gab Mut, die Anschaffung neuer Uniformen in Angriff zu nehmen. Gesamtkosten in Höhe von 15.000,00 DM galt es zu bestreiten. Mit lobenswerter Hilfe des Ortsrates der Stadt Duderstadt, einer Eigenbeteiligung der Aktiven von bis zu 120,00 DM im Einzelfall und unter Verwendung einer im Laufe der Jahre angesammelten Rücklage gelang es, diesen Betrag aufzubringen. Am 28.04.1978 stellte sich der Zug in den schmucken, blau gelben Uniformen mit einem Platzkonzert vor dem Rathaus der Öffentlichkeit vor.
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Aufgrund der 1977 errungenen Landesmeisterschaft bestand erstmals die Möglichkeit, an einer Deutschen Meisterschaft teilzunehmen, Austragungsort war am 07.05.1978 Hösbach in Bayern. Drei Tage war der Spessart Heimat des Duderstädter Spielmannszuges. Beim Wettstreit mit den besten deutschen Zügen konnten die jungen Spielleute einen beachtlichen 8. Platz erringen.
Im Frühjahr 1979 erfreuten die Aktiven des Zuges die Bürger der Stadt und viele auswärtige Gäste mit ihrem ersten Konzert in der Eichsfeldhalle. Anschaulich wurde der Unterschied zwischen altbekannter Marschmusik und moderner Spielmannsmusik dargestellt. Duderstadts damaliges Stadtoberhaupt Willi Thiele ergriff spontan das Mikrofon und bedankte sich namens der Bürgerinnen und Bürger für diese hervorragende Leistung. „Wir sind stolz darauf, solch einen Zug in unserer Stadt zu haben“, so Bürgermeister Thiele damals. Die Konzertveranstaltung war der Beginn eines der anstrengendsten Jahre für die Aktiven des Zuges.
Höhepunkt 1979 war der erste gemeinsame Ostseeurlaub des Zuges. Der Landkreis Göttingen hatte für zwei Wochen sein Landschulheim in Pelzerhaken zur Verfügung gestellt.
Trotz zahlreicher Spielverpflichtungen fanden sich die Spielleute immer wieder zu sogenannten „Freizeiten“ zusammen. Sommerfeste am „Marineteich“, Spanferkelessen, Wanderungen und Fahrten; Höhepunkte gab es viele.
1982 beging der Duderstädter Spielmannszug sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Mit einem großen Platzkonzert vor dem Duderstädter Rathaus wurden die Festlichkeiten eröffnet. Aus Anlas dieses Jubiläums hatte der Bezirk Harz in der Spielmannszugvereinigung Niedersachsen dem Jubilar die Ausrichtung des 19. Bezirkswettstreites übertragen. Eine große Anzahl Gastzüge mit je 62 Start`s im ersten und im zweiten Wertungsspiel erlebten einen der schönsten Wettstreite in der Geschichte des Bezirkes. Die prachtvolle Eichsfeldhalle ist seither bei den Spielleuten aus Nah und Fern unvergessen. Mit einer „Riesenfete“ beschlossen die Spielleute am 17.05.1982 Jubiläum und Wettstreit. 45 aktive Spielleute zählte der Duderstädter Spielmannszug in diesem Jahr.
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Für das musikalische Fortkommen war das Jahr 1982 von allergrößter Bedeutung. Mit der reinen Spielmannsmusik war eine Weiterentwicklung kaum mehr möglich. In unzähligen Diskussionen reifte bei den Verantwortlichen der Entschluss, sich durch die Hinzunahme von Blechblasinstrumenten neu zu formieren. Diese Art der instrumentalen Besetzung hat seinen Ursprung in den Benelux - Ländern und war in Deutschland seinerzeit nur in wenigen Musikzügen Hessens und Bayerns zu finden. Interessierte waren schnell gefunden und bereits im August 1982 fanden die ersten Übungsstunden der „Bläsergruppe“ statt. Knapp ein Jahr später, zum Schützenfest 1983, stellte sich der „neue Zug“ erstmals den Bürgern seiner Heimatstadt vor. Diese neue Art der Musik fand großen Anklang. Die zunehmende Anfrage nach Auftritten der Duderstädter Spielleute im südniedersächsischen Raum bewies dies nachdrücklich.
Das die Umstellung im musikalischen Bereich nicht nur eine Schönheitskorrektur war, bewiesen die Erfolge auf Wettkämpfen, die letztlich darin gipfelten, dass 1986 in Heidelberg bei der Deutschen Meisterschaft ein hervorragender 4. Platz errungen werden konnte.
In historisch gestalteten Husarenuniformen in den Farben der Heimatstadt präsentierte sich am 12.07.1985 der Duderstädter Spielmannszug erstmals der Öffentlichkeit. Wiederum war das Schützenfest Anlass für die Spielleute den Mitbürgerinnen und Mitbürgern Neues zu bieten. Auch eine handgestickte Standarte mit Stadtwappen und Emblem der Spielleute, ziert seither den Spielmannszug. Im gleichen Jahr wurde den Duderstädtern dann die Ausrichtung der 34. Landesmeisterschaft 1987 zugesprochen.
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Erst einmal „satt“ der großen Dinge wurde 1986 besonderer Wert auf die Fortentwicklung im musikalischen Bereich gelegt. Unzählige Spielverpflichtungen galt es zu absolvieren; aber auch Freizeiten kamen nicht zu kurz, wobei die Zeltlager 1985, 1986 und 1989 im Duderstädter Leeren auf „Hages Wiese“ besonders erwähnenswert sind.
Im Winter 1987 wurde dann die erste Kassette des Duderstädter Spielmannszuges im Tonstudio Hahn in Osterode produziert. Im November 1986 fand ein Übungsseminar in der „Eichsfelder Hütte“ in St. Andreasberg statt, bei dem die Aktiven die vielen Aufnahmen für die Kassette ( insgesamt 23 ) gut vorbereiteten. Ein weiteres Übungsseminar wurde 1988 im Duderstädter Jugendfreizeitheim durchgeführt.
1987 war dann ohne Zweifel eines der anstrengendsten Jahre der Vereinsgeschichte. Der Duderstädter Spielmannszug feierte in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag, beginnend am 26. April mit einer Konzertveranstaltung in der Eichsfeldhalle zusammen mit den Spielleuten aus Lindau. Darauf folgte die Ausrichtung des 30. Bezirkswettstreites des Bezirk Harz in Duderstadt am 24. Mai sowie die Ausrichtung der 34. Landesmeisterschaft der SZVN in Duderstadt am 13. September 1987. Eine Jubiläumsveranstaltung am 19. Dezember mit Vorträgen des Spielmannszuges, Grußworten, Ehrungen, Musik und Tanz beschloss das Jahr 1987 im Vereinslokal Schützenhaus mit allen Spielleuten und Angehörigen.
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Im Laufe der Jahre entwickelte sich zwischen dem Duderstädter Spielmannszug und dem Spielmannszug Würgassen eine enge Freundschaft, welche darin besteht, sich regelmäßig zu verschiedenen Festen und Anlässen oder zum gemeinsamen Üben zu treffen. Besonders erwähnenswert sind hier das Schlachtefest sowie die Hütten- und Sommerfeste. Beim Sommerfest 2001 überreichten die Spielleute aus Würgassen ein ganz besonderes Gastgeschenk: Ein Ortsschild mit der Aufschrift „Dudergassen“ sollte den Garten des Vorsitzenden zieren. Zwei Jahre später kam ein Sandstein mit einer Entfernungsangabe der beiden Ortschaften hinzu.
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Der Höhepunkt im Jahr 1990 war die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Elmshorn verbunden mit einer Drei-Tages-Fahrt in den Norden Deutschlands. In der Klasse 11a „Gemischt Modern“ konnten wir erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel „Deutscher Vizemeister“ erringen.
Seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze im Jahr 1989 ergaben sich für den Duderstädter Spielmannszug zusätzliche Spielverpflichtungen in den neuen Bundesländern, wie zum Beispiel zur Unterstützung der Bergleute aus Bischofferode am 17.07.1993 oder bei verschiedenen anderen Anlässen.
Am 02 Mai 1991 verstarb für uns alle unerwartet unser langjähriges Mitglied Hans-Hermann Nolte im Alter von 50 Jahren. Das erste Mal in der Vereinsgeschichte wurde ein aktives Mitglied so plötzlich aus den Reihen der Spielleute gerissen. Sein Tod war für alle unfassbar. Wir werden ihn nie vergessen, da sein ganzes Wirken dem Wohl unserer Gemeinschaft galt.
Vom 19. bis 27. Juli 1991 waren wir aufgrund des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen dem Landkreis Göttingen ( ehemals Landkreis Duderstadt ) und dem District Stroud zu Gast in England. Ein Jahr später, am 19. und 20. September 1992 waren wir wieder an einer Partnerschaftsfeier beteiligt. Diesmal ging es nach Tauberbischofsheim, um das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum zwischen Duderstadt und Tauberbischofsheim mitzugestalten.
Am 26. und 27. September 1992 feierte der Duderstädter Spielmannszug seinen 35. Geburtstag mit einem Konzert in der Duderstädter Fußgängerzone am Samstagnachmittag. Teilgenommen haben hieran auch der Spielmannszug Würgassen, das Tambourcorbs Herzberg sowie die „Alten Fanfarenklänge“ aus Duderstadt. Am Abend wurde im Jugendfreizeitheim weitergefeiert.
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Am 16. Mai 1993 waren wir Ausrichter des 29. Bezirkswettstreit des Bezirk Harz. Insgesamt 20 Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge nahmen mit ca. 70 Starts an diesem Wettstreit teil. Der Duderstädter Spielmannszug war hier sehr erfolgreich: in der Klasse 3 -Jugend- belegten wir den 1. Platz, ebenso beim Super-Cup der Junioren. In der Klasse 3 -Senioren- konnten wir ebenfalls den Titel „Bezirksmeister 1993“ erringen und beim Super-Cup der Senioren einen guten 2. Platz hinter dem Spielmannszug aus Würgassen und vor dem Fanfarenzug aus Lindau belegen.
Sein 25-jähriges Jubiläum als 1. Vorsitzender des Duderstädter Spielmannszuges konnte Karl Welle am 23. Mai 1995 feiern. Während dieser Zeit leitet er unseren Verein mit viel Geschick und vor allen Dingen mit persönlichem Einsatz, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist. Die Belange des Spielmannszuges prägten sein Leben und das seiner Familie in besonderem Maße. Für ihn stand die Kameradschaft und das Eintreten für die gemeinsame Sache an erster Stelle.
Drei wichtige Ereignisse in Duderstadt standen im Jubiläumsjahr 1997 auf der Tagesordnung. Die Ausrichtung der 33. Bezirksmeisterschaft im Mai, eine große Geburtstagsfeier im Schützenhaus im August und die 41. Landesmeisterschaft, ebenfalls vom Duderstädter Spielmanns- und Musikzug ausgerichtet. Die Geburtstagsfeier fand am 9. August im Duderstädter Schützenhaus statt. Neben aktiven und passiven Mitgliedern und deren Angehörigen zählten Abordnungen der Vereine aus Würgassen, Hann Münden, Lindau, Salzgitter, vom Duderstädter Fanfarenzug und der Schützengesellschaft zu unseren Gästen. Ebenso nahmen Vertreter der Stadt und des Ortsrates sowie die Vorsitzenden der SZVN und des Bezirkes Harz die Einladung an. Karl Welle konnte zwei Gründungsmitglieder am Abend begrüßen. Willi Günther und Herbert Engelke, beide am Gründungstag des Spielmannszuges 1957 anwesend, nahmen am Jubiläum Teil.
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Mit deutlicher Mehrheit haben die Anwesenden der Mitgliederversammlung 1995 die vom musikalischen Leiter Heinz-Dieter Grolig dargelegte musikalische Umstellung befürwortet. Das bedeutete, dass zur vorhandenen instrumentalen Ausstattung Saxophone, Klarinetten, Konzertflöten und eine Oboe hinzukommen sollten. Die Idee für diese weitere musikalische Umstellung hatten einige Spielleute beim Konzert auf dem Weihnachtsmarkt 1993 in Duderstadt. Das erste Konzert mit den Saxophonen fand im August 1995 beim Bürgerfest der Lebenshilfe statt. Einen Monat später haben wir bei der 39. Niedersachsenmeisterschaft in Königslutter den 1. Platz in der „Orchesterklasse“ und somit den Titel „Niedersachsenmeister“ errungen.
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Am 26. August 1997 war das ZDF Sonntagskonzert zu Gast in Duderstadt. Die Live-Übertragung wurde unter anderem auch vom Duderstädter Spielmannszug musikalisch umrahmt.
Die Gemeinschaft des Spielmannszuges ging zweifellos gestärkt aus diesem Jubiläumsjahr. Alle Beteiligten verbrachten anstrengende aber sehr schöne Tage. Genug Motivation, um optimistisch in die Zukunft zu blicken. An dieses Jahr werden wir uns noch oft und gerne erinnern!
Das Jahr 1998 stand im Zeichen einer bevorstehenden CD Aufnahme. Um ein Top-Produkt auf dem Markt zu bringen, legte der Vorstand besonderen Wert auf die Übungsbeteiligung, welche im Jubiläumsjahr nachgelassen hatte. Im Januar fuhren die Aktiven in guter Besetzung zum Proben nach Groß Schneen. Die Finanzierung der Aufnahme war Dank der Einnahmen aus Bezirks- und Landeswettstreit `97 gesichert. Im April erfolgte die Aufnahme an zwei Tagen in der Eichsfeldhalle. Die CD trug den Titel „Music for Concert Band“.
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Ein neuer Vorstand wurde 1999 gewählt. Die Funktion des 1. Musikalischen Leiters übernahm Alex Grolig von seinem Bruder Heinz-Dieter.
Musikalisch nahmen wir im Juni `99 mit der Teilnahme am „Deutschlandpokal“ in Alsfeld eine neue Herausforderung an. Internationale Musikzüge trafen sich hier zum Wertungsspiel. Eine sehr attraktive, gleichermassen aber auch lehrreiche Veranstaltung für die Spielleute aus Duderstadt
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Den Jahrtausendwechsel feierte ein Teil der Mitglieder auf der traditionellen Silvesterparty bei Anna und Karl Welle. Das Haus im Clara-Gerlach-Weg diente oft als Veranstaltungsstätte für Feierlichkeiten rund um den Verein. Spielleute gingen dort häufig ein und aus.
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Am 31. Mai 2000 nahmen die Spielleute Abschied von ihrem langjährigen, bis zu seinem Tod aktiven Mitglied und ehemaligen Vorsitzenden Adolf Grolig. Sein plötzlicher Tod im Alter von 69 Jahren erschütterte den Verein. Im Jahr 1959 trat er in den Duderstädter Spielmannszug ein und übernahm 1963 das Amt des 1. Vorsitzenden, welches er bis 1970 ausübte. Darüber hinaus engagierte er sich sehr stark im Bezirks- und Landesverband, gehörte sogar 1967 zu den Gründungsmitgliedern des Bundesverbandes DBV. Von 1964 bis 1988 war er Schrift- bzw. Geschäftsführer im Bezirk Harz, den Posten des 2. Schriftführers übernahm er 1964 in der SZVN und wurde 1972 bis 1994 Geschäftsführer im Landesverband. Auch im DBV engagierte er sich in den `70 er Jahren als Geschäftsführer, und wurde 1979 zum Vizepräsident gewählt.
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Durch diese Tätigkeiten sorgte er dafür, dass der Duderstädter Spielmannszug regelmäßig an Bezirks- und Landesmeisterschaften teilnahm, und dadurch letztlich auch erfolgreiche Ergebnisse erzielte. Er machte den Verein überregional bekannt und war in vielen Musikvereinen auf Bezirks- und Landesebene beliebt. Der Spielmannszug verlor mit ihm eine der wichtigsten und engagiertesten Persönlichkeiten dieses Vereins. Wir werden ihn nie vergessen.
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Unter dem Motto „Deutsch – Polnische Tage“ wurde der Spielmannszug im Sommer 2000 in die Duderstädter Partnerstadt Kartuzy eingeladen. Die Partnerschaft der beiden Städte bestand seit 1995. Eine 5-Tagesfahrt in die 836km entfernte Stadt stand auf dem Programm. Neben dem Spielmannszug waren eine Delegation der Stadt Duderstadt, Stadtdirektor Wolfgang Nolte, Bürgermeister Lothar Koch sowie Pressevertreter nach Polen gereist. Die Spielleute bezogen Quartier in einem abgelegenen Waldhotel, und konnten polnische Gastfreundschaft erfahren. Unvergessen bleiben die Veranstaltungen in Polen, wie z.B. die Eröffnung der Fußgängerzone Kartuzy und der Auftritt beim Erdbeerfest vor einem Publikum von 20.000 Personen.
Der Bezirkswettstreit fand im Oktober 2001 in Salzgitter statt. Unter der Leitung von Alex Grolig konnten wir den Titel des Bezirksmeisters trotz starker Konkurrenz erringen, im Supercup erreichten wir Platz 2 hinter Würgassen. Mit anspruchsvollen Musikstücken wie Os Pa`ssaros do Brasil oder CCR erreichten wir gute Wertungen; die Mühen in den Register- und Gesamtproben hatten sich gelohnt. Gerne hätten wir unser Können auch beim Landeswettstreit 2001, der im November in Bremen stattfand, gezeigt. Der relativ neue Landesverband „NMV“, Nachfolgeorganisation der SZVN, stellte allerdings eigenartige Regelungen für diese Meisterschaft auf, so dass sich der Vorstand entschloss, nicht an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Hinzu kam, dass der nächste Bezirkswettstreit im Mai 2002 in Duderstadt stattfinden sollte.
Ein Schritt zu zeitgemäßem Marketing wurde ebenfalls im Sommer 2001 eingeleitet. Unter den Adressen www.duderstaedter-spielmannszug.de, www.spielmannszug-duderstadt.de sowie www.musikzug-duderstadt.de war eine erste Internetseite unseres Vereins abrufbar. Vor allem kurzfristige Terminänderungen konnten seit dem online mitgeteilt werden.
Die Duderstädter Schützengesellschaft feierte 2002 ihr 700 Jähriges Jubiläum. Es wurde ein besonderes Schützenfest; viele Vereinen nahmen am großen Umzug Schützenfestsonntag teil.
In Zusammenarbeit mit der Musikschule des Landkreises Göttingen begannen im September 10 Kinder im Alter von 5-8 Jahren eine musikalische Früherziehung. Die Gruppe war im Spielmannszug unter dem Namen „Spinni`s“ (Spielmannszug-Minnis) bekannt. Krönender Abschluss dieser Ausbildung war ein Auftritt im September 2003 in der Duderstädter Eichsfeldhalle. Die Spinni`s unterstützten hierbei die Göttinger Kinder-Symphonie.
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11. Oktober 2002: Schockiert nehmen Mitglieder und Freunde des Duderstädter Spielmanns- und Musikzuges Kenntnis vom plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden Karl Welle. Völlig unerwartet starb er am Morgen dieses Freitages. Tiefe Trauer und Mitgefühl mit seiner Familie bewegte die aktiven und passiven Mitglieder in diesen Tagen. Er leitete unseren Verein seit über 30 Jahren in beispielloser Art und Weise. Wir verloren in ihm nicht nur einen Vorsitzenden, sondern auch einen guten Freund und Ansprechpartner, der immer ein offenes Ohr für diejenigen hatte, mit denen er sich verbunden fühlte. Der Spielmannszug war für ihn seine zweite Familie. Sein Engagement, seine Erfahrung und sein Verantwortungsgefühl haben den Werdegang dieses Vereins über viele Jahre bestimmt.
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Seit 1958 war er als Trommler im Spielmannszug aktiv. 1970 übernahm er das Amt des Vorsitzenden von Adolf Grolig. Wie schon sein Vorgänger engagierte er sich auch auf Bezirksebene als Geschäftsführer von 1988 bis 2002. Seine Tür stand den Spielleuten dieses Vereins immer offen.
Wir haben ihm sehr viel zu verdanken, und werden uns noch gerne und oft an eine herausragende Persönlichkeit und einen warmherzigen Menschen erinnern, der viel zu früh von uns gegangen ist.
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Nach dem Tod von Karl Welle standen viele Fragen im Raum. „Wie geht es nun weiter?“ „Ist der Spielmannszug jetzt am Ende?“ „Wer kann diesen Vorsitzenden ersetzten?“. Zur Klärung solcher Fragen traf sich der Vorstand zusammen mit Interessierten am 26. Oktober beim Musikalischen Leiter.
Eine Meinung teilten alle Teilnehmer an diesem Nachmittag: Wir wollen mit diesem Verein weitermachen, im Sinne unseres verstorbenen Vorsitzenden. Diesen Eindruck vermittelten auch die Mitglieder auf der am 9. November einberufenen Mitgliederversammlung. Der amtierende Vorstand beschloss im Vorfeld die Aufgabenverteilung im künftigen Vorstand neu. Da Karl Welle Veranstaltungen und Ereignisse oftmals von der Idee über die Planung bis hin zur Durchführung selber organisierte, sollten diese Aufgaben in Zukunft klar aufgeteilt werden.J
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Jürgen Hublitz, selbst seit vielen Jahren aktiv im Verein und im musikalischen Bereich engagiert, erklärte sich für die Aufstellung zur Wahl des neuen Vorsitzenden bereit. Die neue Vereinsspitze aus Jürgen Hublitz und Alex Grolig wurde von der Mitglieder- versammlung bestätigt.
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Wie schon im Vorjahr musste der Bezirkswettstreit 2003, der in Sülbeck – Drüber ausgerichtet werden sollte, aufgrund der schlechten Beteiligung abgesagt werden. Die Musikvereinigung Bezirk Harz feierte am 15. August ihr 40-jähriges Bestehen in Lindau.
Zum ersten Mal in der jüngeren Vereinsgeschichte wurde drei Mitgliedern des Duderstädter Spielmannszuges im Rahmen der Weihnachtsfeier am 20. Dezember die Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen. Anna Welle, Heinz-Dieter Grolig und Theodor Nolte, alle seit den `60er Jahren aktiv im Verein, nahmen die Ehrung vom Vorsitzenden Jürgen Hublitz entgegen. Dieser bedankte sich für das langjährige Engagement und würdigte die Einsatzbereitschaft für die Musikgemeinschaft.
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Im Frühjahr 2004 betraten die Spielleute des Duderstädter Spielmanns- und Musikzuges Neuland. Anlässlich des 30. Harzer Musikantentreffens in Altenau/ Harz sollte sich nicht in gewohnter Konzertformation präsentiert werden, sondern in einer Art „Show“, besser bekannt als „Musik und Bewegung“. Dank der sehr guten Ausarbeitung von Alex Grolig wurden dafür innerhalb kurzer Zeit Choreographien zu den Musikstücken „Monterey-Marsch“, „The New Start“ und „Louie, Louie“ einstudiert. Nach gelungener Premiere folgte im August ein weiteres Highlight dieser Art. Beim historischen Altstadtfest in Wolfenbüttel konnte erneut das Einstudierte präsentiert werden.
Um nach 2-jähriger Amtszeit einen neuen Vorstand zu wählen, wurde für den 20. November eine Mitgliederversammlung einberufen. Die meisten Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Außerdem übernahm Tobias Magerkurth den Posten des 2. Vorsitzenden.
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2005 fand erstmalig in der Vereinsgeschichte, eine Pfingstfahrt mit dem befreundeten Spielmannszug aus Würgassen statt. Gemeinsames Ziel war die Hauptstadt Berlin.
Die Feier des 10-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Duderstadt und Kartuzy/ Polen war der Anlass unseres zweiten Aufenthaltes im Oktober in Polen.
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Noch im selben Monat fand, als Ersatz zum Bezirkswettstreit, der mangels teilnehmender Vereine in den letzten Jahren immer wieder abgesagt werden musste, das erste Bezirksmusikfest in Northeim statt.
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Im November 2006 stand, nach 2-jähriger Amtszeit des amtierenden Vorstands, wieder eine Neuwahl der einzelnen Vorstandsposten an. Auf der Mitglieder- versammlung am 18.11.2006 wurde der zuvor 2. Vorsitzende, Tobias Magerkurth, nachdem er schon die Monate zuvor vertretungsweise die Aufgaben des 1. Vorsitzenden Jürgen Hublitz übernommen hatte, auf den Posten des 1. Vorsitzenden mit großer Mehrheit der Stimmen gewählt. Des Weiteren wurde Alex Grolig als Musikalischer Leiter in seinem Amt bestätigt.
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Quellenhinweis:
Bei den hier verwendeten Texten handelt es sich um Auszüge der Originalchronik des Duderstädter Spielmanns- und Musikzuges, welche 1997 von Karl Welle und Nicola Akuscheska, 2003 von Tobias Magerkurth und 2007 von Kristina Bömeke und Stefanie Senge überarbeitet wurde. Die vollständige Vereinschronik ist als Textdatei auf Wunsch erhältlich.
Ältere Fotos und Zeitungsausschnitte stammen überwiegend aus dem Privatarchiv von Adolf Grolig und der Lokalen Presse.
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